Faszination Bonsai

Die Geschichte des Bonsai beginnt etwa vor 2000 Jahren im alten China. Seitdem hat der Bonsai einen Siegeszug rund um die Welt gefeiert. Die Fazination für diese kleinen Kunstwerke ist immer noch ungebrochen.

Ziel der Bonsai-Gestaltung ist es die Schönheit alter, ehrwürdiger Bäume im Miniaturformat darzustellen und zu erhalten. Die Beschäftigung mit Bonsai-Pflanzen ist ein geduldiges Lernen von der Natur und ein faszinierendes Hobby zugleich.

Der Bonsai stammt aus alter, chinesischer Kultur. In den kaiserlichen Palastgärten wurden Miniatur-Landschaften angelegt und in diese mit kleinwüchsigen Pflanzen, Bäumen und bizarren Felsen bestückt. Die Gestaltung der Bonsai erfolgte erst in der nächsten Epoche, vermutlich haben buddhistische Mönche das Wissen um die Bäume sodann nach Japan gebracht, der Name Bonsai stammt aus dem Japanischen und Bedeutet: Anpflanzung in der Schale. Es ist die Kunst, eine Harmonie zwischen belebter Natur, den Naturelementen und dem Menschen herzustellen. Für die Natur steht der Baum, ein Stein und Kies (Symbol für Wasser) für die Naturkräfte und der Mensch für die Pflanzschale.

Die Pflege des Bonsai ist so unterschiedlich wie die Arten selbst, von daher kann man keine grundsätzliche Pflegeanleitung geben. Zuerst unterscheidet man nach Indoor-Bonsai und Outdoor-Bonsai. Traditionelle Bonsai für den Außenbereich sind beispielsweise Ahornarten, Hainbuche, Rotdorn, Forsythie, Zaubernuß oder Zierapfel. Sie sollten im Frühjahr und Herbst sonnig stehen, im Sommer halbschattig. Sie vertragen Wind und Regen recht gut. Bei starker Sonneneinstrahlung muss man darauf achten, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Da der Bonsai viel Licht benötigt, sollte er alle 14 Tage gedreht werden, die im Schatten stehende Seite wird sonst kahl. Nadelbonsai jedoch benötigt Sonne. Nicht jeder Bonsai ist winterhart, ein heller Platz mit 20°C kommt ihm entgegen.

Im Innenbereich sollte der Bonsai hell stehen, jedoch nicht in der prallen Sonne oder direkt am Fenster, weil er dort leicht verbrennen kann. Günstig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit; den Bonsai öfters abbrausen, aber darauf achten, dass die Blätter nicht lange feucht bleiben, sonst droht Pilzbefall. Sollte er im Winter über der Heizung stehen, empfiehlt es sich, unter den Bonsai einen flachen Teller mit Lavagranulat oder Steinchen und Wasser zu stellen.

Die Pflanze benötigt Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, Spurenelemente und Mineralstoffe. Es gibt hierfür spezielle Bonsai-Dünger, Flüssig-Dünger, Volldünger oder Kegel; die Häufigkeit der Verwendung ergibt sich aus Alter und Art des Baumes sowie des Düngemittels. Gegen Mangelerscheinungen verwendet man Pflanzenkuren mit Stickstoff und Magnesium. Jüngere Bonsai müssen alle 1 - 2 Jahre umgetopft werden, die klassische Mischung der Bonsaierde ist je ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus. Ältere Wurzelteile sind dabei zu entfernen. Um die gewünschte Form eines Bonsai zu erreichen, muss er immer wieder zurückgeschnitten werden. Üblicherweise werden die Zweige, Triebe und Wurzeln nach der Ruhepause ausgeschnitten, manche aber während der gesamten Wachstumsszeit, da sie wiederholt stark austreiben. Sind die Blätter zu groß gewachsen, werden sie im Juni komplett abgeschnitten, die Stile jedoch bleiben stehen und fallen später ab.