Die richtige Erde für den Bonsai

Der Baum in der Schale - so die wörtliche Umsetzung des Begriffs Bonsai - hat seinen Ursprung in China und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Zur Bonsai-Zucht geeignet sind eigentlich alle verholzenden Pflanzenarten, ob Nadel- oder Laubgehölz. Regelmäßiges fachgerechtes Schneiden und Pflegen sind neben dem Wurzelschnitt und das Einbringen in die richtige Bonsaierde Voraussetzung für den gewünschten Erfolg.

Für die Entscheidung, welche Erdmischung die richtige ist, sollte das Alter des Bonsais in Betracht gezogen werden. So wird ein junger Bonsai, welcher noch stärker wurzelt, eher humosreiche Erde benötigen und vertragen, als ein älterer Bonsai, dessen Wachstum nachgelassen hat.

Unterschiedliche Bonsaierde für junge und alte Bonsai

Für jüngere Bonsais, die je nach Wachstum jährlich oder alle zwei Jahre umgetopft werden, wird eine Erdmischung aus Humus, Torfersatz und Sand empfohlen. Der Humus- und Torfanteil sollte bei Laubgehölzen höher gewählt werden, als bei Nadelgehölzen. Diese werden sich wohler fühlen, wenn der Erdmischung ein Anteil Kiryuerde, eine Vitaminerde in Granulatform, zugefügt wird.

Bei älteren Nadelgehölzen sollte die Erdmischung umgestellt werden. Eine Mischung aus Kiryuerde und Akadama bietet der Pflanze eine ausreichende Basis zur Nährstoffaufnahme und Halt. Der Bonsaierde für Laubgehölze kann ebenfalls mit zunehmendem Alter ein höherer Anteil Akadama beigefügt werden. Akadama ist eine in Japan hergestellte Lehm-Erde, die nicht verklumpt und dadurch keine Staunässe entstehen lässt.

Rhododendren und Azaleen wird man gefällig sein, wenn der Pflanzerde Moorbeeterde beigemischt wird.

Fertige Bonsaierde

Ist man sich nicht sicher, dass richtige Mischungsverhältnis für den jeweiligen Bonsai zu treffen, kann man sich mit handelsüblicher Bonsai-Erde helfen.

Um unabhängig von der Erdmischung eventueller Staunässe vorzubeugen, die wohl jeder Bonsai übel nehmen würde, ist das Legen einer Drainageschicht aus Perlit ratsam.