Bonsai umtopfen

Der Begriff Bonsai kommt aus dem Japanischen und bedeutet sinngemäß „Anpflanzung in der Schale.“ Bei einem Bonsai handelt es sich also um einen in einer Schale gezogenen Baum, der durch Form- und Wurzelschnitte klein gehalten wurde und somit in jedem Zimmer einen Platz finden kann. Damit der Bonsai sich gut entwickelt, benötigt er Pflege und sollte nach etwa 2 - 3 Jahren umgetopft werden.

Die relativ geringe Menge Bonsaierde wird nach und nach durch das Gießen des Bonsai ausgeschwemmt. Chlor, Salz oder Düngerückstände können in der Erde zurück bleiben, die Blumenerde verklumpt, speichert das Wasser nicht mehr und lässt keine Luftzirkulation zu. Ist die Wurzelbildung so stark geworden, dass sich einzelne Wurzeln bereits den Weg nach außen gesucht haben, wird es höchste Zeit, an ein Umtopfen des Bonsais zu denken.

Spezielle Bonsaierde verwenden

Wichtig ist zunächst einmal, eine Blumenerde, speziell für Bonsai, zu verwenden, da Bonsaierde genau auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt ist.

Als erstes wird der Bonsai aus der Pflanzschale gelöst, was am besten mit Hilfe eines scharfen und spitzen Messers geht. Es ist darauf achten, dass alle Schneidegeräte sehr scharf sind. Weiße und feste Wurzeln sind ein Zeichen für einen gesunden Bonsai. Wurzeln mit Schädigungen oder auch abgestorbene, dunkle Wurzeln, werden vorsichtig abgetrennt.

Ein großer Teil der alten Bonsaierde wird nun mit einer Wurzelkralle vom Ballen entfernt, wobei am Stamm des Bonsais begonnen werden soll. Nun können die Wurzeln, mit einer scharfen Schere, um etwa 1/3 gekürzt werden. Der Wurzelballen sollte möglichst gerade geschnitten sein, damit der Bonsai später im Pflanzgefäß gut und sicher steht.

Als nächstes wird die Pflanzschale vorbereitet. Sie sollte gut gereinigt werden, um eventuell vorhandene Bakterien, und Keime zu entfernen. Auf das Wasserloch des Gefäßes wird ein Bonsainetz oder ein Kunststoffgitter gelegt und mit einem Draht befestigt. Gleichzeitig können auch die Drähte mit eingezogen werden, mit denen der Bonsai später seinen optimalen Stand erhält und befestigt wird.

Damit das Gießwasser nicht zu schnell abläuft, sich aber auch nicht stauen kann, ist eine Drainage nötig, die aus einer ca. 1cm dicken Schicht Kieselsteinen besteht. Nun wird Pflanzsubstrat in die Schale gefüllt und der Bonsai auf der Blumenerde platziert. Es ist darauf zu achten, dass die Wurzeln gleichmäßig auf dem Erdreich verteilt sind.

Ergeben Schale und Bonsai ein schönes, harmonisches Bild, wird das Bäumchen mit den vorher eingezogenen Drähten befestigt. Nun kann das restliche Pflanzsubstrat aufgefüllt werden, allerdings sollte die Erde nicht bis an den Rand der Schale reichen, sondern es sollte ein Gießrand stehen bleiben.

Wichtig ist, dass auch die Hohlräume zwischen den Wurzeln gut mit Erde gefüllt sind. Ein leichtes Andrücken der Erde sorgt für einen zusätzlichen Halt des Bonsais. Als oberste Schicht wird Moos aufgelegt. Moos reguliert auf ideale Weise die Luftzirkulation und verhindert eine zu schnelle Austrocknung der oberen Erdschicht. Ein kurzes Besprühen des Bonsais bildet den Abschluss des Umtopfens. Nach etwa 3 - 4 Wochen beginnt der umgetopfte Bonsai wieder auszutreiben.